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Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Wenn in derselben Nachricht jemand „spannende Veränderungen“ und „freuen Sie sich darauf“ erwähnt, sollte man bereits vorsichtig sein. Und wenn dieser Jemand Miles & More ist, das nicht gerade für ein kundenorientiertes Programm bekannt ist, sollten alle Alarmglocken schrillen.

Ab dem 3. Juni wird das Programm die Preisgestaltung für Prämienflüge bei Lufthansa, Swiss und Austrian auf eine vollständig dynamische Preisgestaltung umstellen. Da keine weiteren Details angegeben werden, ist klar, dass dies für die meisten Flüge zu einer massiven Erhöhung der Prämienpreise führen wird, wodurch der ohnehin geringe Wert des Programms weiter verschlechtert wird.

Eine kleine Rettung bleibt jedoch für diejenigen, die eine gewisse Vorhersehbarkeit ihres Vielfliegerprogramms benötigen: Die Preise für Partnerfluggesellschaften werden weiterhin auf einer veröffentlichten Prämientabelle basieren. Die Preise in dieser Tabelle werden sich ebenfalls ändern – insbesondere steigen sie in der Business und First Class -, aber größtenteils auf moderatem Niveau, außer für Business Class-Flüge zwischen Europa und Südostasien, die von 142.000 auf 200.000 Meilen steigen werden.

Der interessante Punkt ist jedoch, dass nicht alle Mitglieder der Lufthansa Group diese dynamische Preisgestaltung anwenden werden: Brussels Airlines, Eurowings, Discover und ITA werden bei einer festen Preisgestaltung bleiben – ebenso wie die anderen Fluggesellschaften außerhalb der Lufthansa-Gruppe; die das Miles & More-Programm als ihr eigenes Programm nutzen, wie LOT oder Luxair.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Ein dynamisches Prämien-Pricing hat unter Vielfliegern wohl kaum Freunde. Natürlich kann man so mehr Prämienplätze nutzen, aber eben nur zu Preisen, die nicht attraktiv sind.

Bisher konnte man dies umgehen, indem man in solchen Programmen (oder für solche Airlines) Prämien mit Partner-Airlines/-Programmen nutzte, für welche nach wie vor eine feste Preisgestaltung gilt – vorausgesetzt man findet solche Plätze.

Für frustrierte Lufthansa-Kunden empfehlen wir jedoch aus dieser Hinsicht nicht mehr Air Canadas Aeroplan-Programm: Jenes geht nämlich am 25.März dazu über, das dynamische Preismodell nicht mehr nur auf Air Canada-Flügen anzuwenden, sondern auch auf ersten Airline-Partnern. Zwar fungiert Lufthansa noch nicht unter ihnen (aber „nur“ United, Emirates/FlyDubai, Etihad und einige kleinere kanadischen Gesellschaften), aber der Trend geht hier sicher nicht in die richtige Richtung für smarte Vielflieger, deren primäres Bestreben es ist, den Wert pro eingelöster Meile zu maximieren.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Die jüngsten Programmänderungen in Skywards-Programm von Emirates kann man sicher so interpretieren, dass die Airline will, dass mehr Mitglieder ihre Punkte in der Economy Class nutzen als in höheren Kabinen.

Dies wird auch mit einer aktuellen Promotion unterstrichen: Für Buchungen bis zum 31. März und Abflüge bis zum 06. Januar 2026 erhält man auf alle Economy Class-Freiflüge mit Partner-Airlines eine Reduktion des Meilenpreises von 25%.

Das Angebot gilt auf allen Partner-Airlines, mit Ausnahme von FlyDubai und easyJet – womit aber immer noch 16 Airlines von Air Mauritius bis United Airlines verbleiben.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Die Zeiten, als Southwest Airlines der Rebell der US-Luftfahrtbranche war, sind wohl endgültig vorbei. So widersetzt sich Southwest auch nicht dem allgemeinen Trend in den USA, Vielfliegerprogramme zu entwerten.

Ohne Vorankündigung wurden so die Sammelraten zu nicht erstattbaren Tarifen, die die meisten Kunden nutzen, in ihrem Rapid Rewards-Programm drastisch reduziert, von 8 auf 6 Punkte zu den Wanna Get Away Plus-Tarifen und von 6 auf 2 Punkte zu den Wanna Get Away-Tarifen.

Damit wird Southwest zumindest kurzfristig genügend Geld sparen, um eine Marketing-Agentur engagieren zu können, die einen neuen Namen für das Programm erfindet. Denn „Rapid“ sind die Rewards so sicher nicht mehr…

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in News

Obwohl das Flying Blue-Programm von Air France KLM in den letzten Jahren zum Negativbeispiel in Europa in Bezug auf Preistransparenz geworden ist – ein Titel, der ihnen jedoch vermutlich in ein paar Monaten von Lufthansa abgejagt wird (s.o.) -, haben die Meilen dennoch einen gewissen Wert.

So ist eine aktuelle Promotion mit Hertz doch von gewissem Interesse. Für Buchungen bis zum 02. April (und Anmieten bis zum 21. Juni) erhält man für Anmieten von mindestens drei Tagen 2.000 Bonusmeilen (und bis zu 5.000 Meilen für längere Anmieten). Zusammen mit den großzugigen regulären Gutschriften von 6 Meilen pro EUR für Basismitglieder erhält man so für eine 3-Tages-Miete zu 100 EUR pro Tag insgesamt 3.800 Meilen.

Entscheidet man sich für einen Elektrowagen verdoppelt man gar die Basisgutschrift und landet so bei 5.600 Meilen – was trotz der Flying Blue-Entwertungen besser aussieht, als die Standardgutschrift von 500 Meilen, die man in den meisten anderen Programmen erhalten würde.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Angesichts des gemeinsamen Eigentümers IAG ist es kaum eine Überraschung, dass Iberia es British Airways nachmacht und ihr Programm zum 01. April nicht nur in Club Iberia Plus umbenennt, sondern die Statusqualifikation auch auf eine Umsatzbasis umstellt.

Die Überraschung ist jedoch, dass Iberia es deutlich einfacher macht, den Status zu erreichen – auch für British Airways Passagiere. Nicht nur liegen die notwendigen Umsatzwerte unter jenen des British Airways Clubs, aber man kann auch bis zu 30% der Statuspunkte mit Non-Air Partnern sammeln. Und auch die Flüge mit oneworld-Partnern werden deutlich stärker gewichtet.

So kann man den Gold-Status beispielsweise mit nur zwei Hin- und Rückflügen mit Qatar Airways in der Business Class von West-Europa nach Fernost erhalten.

Noch drastischer fällt allerdings der Vergleich für British Airways-Flüge aus: Fliegt man zu einem flexiblen Economy-Tarif für 400 EUR (vor Steuern und Gebühren) hin und zurück innerhalb Europas, benötigt man im British Airways-Programm ab dem 01. April 23 Hin- und Rückflüge pro Jahr um die Silber-Stufe zu erreichen. Um die äquivalente Gold-Stufe im revidierten Iberia-Programm zu erhalten, wird man dort hingegen nur 14 Flüge benötigen.

Wie lange das gut gehen kann?

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Nach langem Hin und Her haben sich Lufthansa und der italienische Staat auf eine Übernahme von ITA geeinigt. Und unter Lufthansas Führung beschleunigen sich die Dinge jetzt rasant.

So ist ITA bereits zwei Wochen später aus SkyTeam ausgetreten, wobei die Trennung graduell bis zum 30. April erfolgen wird. Der Beitritt zur Star Alliance wird sich allerdings bis anfangs 2026 verzögern.

Eine Vielfliegerpartnerschaft für Volare– und Miles & More-Mitglieder mit dem anderen Partner ist ebenfalls bereits in Kraft. Zur Zeit können bereits Meilen gesammelt und eingelöst werden; erste Elite-Vorteile (wie Lounge-Zugang) sollen Ende März dazukommen.

Gemäß der Lufthansa-Strategie, volle Kontrolle über ihre Partner zu übernehmen, scheint es jedoch unwahrscheinlich, dass Volare mittelfristig eine Zukunft als unabhängiges Programm haben, sondern vermutlich in Miles & More aufgehen wird. In der Tat kommuniziert Volare auch bereits, dass die Fortführung des Programms bis zum 31. Dezember 2025 gesichert ist, schweigt aber zu den Plänen danach. Der wirkliche Wert einer Fluggesellschaft wie ITA liegt in der Tat in dem Kundenstamm, zu welchem man nur über eine volle Programmintegration Zugang gewinnen kann.

Und das weiß Lufthansa nur zu gut und hat sogar das Meisterstück geschafft, diesen Zugang über das Miles & More-Programm zu den Kunden von Gesellschaften wie LOT oder Luxair zu erhalten, die sich in der Zwischenzeit zu klaren Konkurrenten von Lufthansa entwickelt haben…

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Im letzten Monat gab es erst Gerüchte, dass United an einer Übernahme an der etwas in Schwierigkeiten steckenden JetBlue interessiert sei, dann Lufthansa. Zwischen 2007 und 2015 hatte Lufthansa bereits eine Beteiligung von bis zu 18% an der Gesellschaft.

Sollte sich in diese Richtung etwas konkretisieren dürfte JetBlue wohl ein Kandidat für die Star Alliance werden.

Während dies derzeit wie gesagt nur Gerüchte sind, gibt es aber auch Tatsachen: JetBlue hat eine gegenseitige Vielfliegerpartnerschaft mit einem anderen Star-Partner gestartet, TAP Air Portugal. TrueBlue-Mitglieder können somit bereits auf drei Star-Gesellschaften Punkte sammeln, zusätzlich zu TAP mit Singapore Airlines und South African. Weitere relevante Airline-Partner in dem Programm sind nota bene Qatar Airways, Etihad, Icelandair und Hawaiian Airlines.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Anders als bei Star und oneworld haben SkyTeam-Statuskunden bisher keinen Zugang zu Lounges auf Inlandsflügen, wenn man auf Partnergesellschaften fliegt.

Dies wird sich zum 01. April jetzt weitgehend ändern, da sich die wichtigsten Lounges dann auch den Partner-Mitgliedern öffnen werden.

Zwei wichtige Ausnahmen bleiben aber bestehen.

Die erste betrifft Flughafen-Lounges, die nicht von den Fluggesellschaften selbst betrieben werden. Hier wird es mehr oder weniger ein Glücksfall bleiben, ob man hereingelassen werden wird oder nicht – was hauptsächlich von der Kenntnis der Personen an der Rezeption abhängen dürfte.

Wenig überraschend bleibt auch die zweite Ausnahme, die Delta-Lounges. Hier wird man nach wie vor nur zugelassen, wenn man einen internationalen Anschlussflug mit einer SkyTeam-Gesellschaft hat, vor oder nach dem betreffenden Inlandsflug.

Geschrieben von Ravindra Bhagwanani am in Archives

Qantas wird die Prämienhöhen in ihrem Frequent Flyer um rund 10-20% erhöhen, sowohl auf ihren eigenen Flügen, wie auch mit allen Partnern. Dies stellt die erste Prämienerhöhung seit 2019 dar, tut aber natürlich trotzdem weh, wenn sie auf einen Schlag eintritt.

Die Änderungen treten erst zum 05. August in Kraft, was Ihnen entsprechend Zeit lässt, Prämien noch zu den alten Preisen zu nutzen. Und eventuell macht es dabei sogar Sinn, Punkte aus Accors ALL-Programm umzuwandeln, um Ihre Wunschprämie zu erreichen, da das Umtauschverhältnis zwischen den Programmen von 2.000 ALL-Punkten zu 2.000 Qantas-Punkten auf 2.000-zu-2.500 verbessert wurde. Dies stellt damit das beste Umtauschverhältnis mit allen Partnern von Accor dar.